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Alles geht einmal zu Ende - Aarebordfest beidseits der Aare

35 Jahre lang war es ein Agenda-Fixpunkt hüben und drüben: Das Aarebordfest beidseits der Aare. Geboren in den 80ern, um den lokalen Vereinen eine Plattform zu geben und ihre Kräfte zu bündeln. Unterstützt von den beiden Gemeinden Brügg und Aegerten, auf die Beine gestellt von einem engagierten Organisationskomitee. Jeweils Ende August standen gelebte Vereins- und Dorfkultur, bunte Marktstände, allerlei «Gluschtiges», Geselligkeit sowie «Sehen und gesehen werden» auf dem Programm. Verbindend und sympathisch.

In seinen Dreissigern bekam der Traditionsanlass plötzlich zu kämpfen: die lokale Agenda hatte sich über die Jahre gefüllt, das Angebot – und damit auch die Konkurrenz – waren gross geworden. Gleichzeitig bekundeten die Vereine zunehmend Mühe, genügend Frei-willige fürs Mitmachen zu begeistern. Für viele hatte der Anlass an Bedeutung verloren, finanziell und überhaupt. Der Infrastruktur- und Personalaufwand für einen Tag war zu gross. Auch das OK bekundete immer mehr Mühe, alle Chargen zu besetzen.
 
Als wäre diese Entwicklung nicht schon herausfordernd genug gewesen, zeichnete sich bereits vor einigen Jahren ab, dass das Festgelände in Aegerten – jahrzehntelang das Rückgrat der Abendunterhaltung – in absehbarer Zeit nicht mehr zur Verfügung stehen würde. Unterdessen hat sich dies bewahrheitet: Das Kern-Gelände wird anderweitig genutzt und das Areal um das ehemalige Restaurant Kreuz hat sich in eine Baustelle verwandelt. Just zum 35. Jubiläum machte dann auch noch Corona einen fetten Strich durch die Fest-Planung.
 
Die Gemeinderäte Aegerten und Brügg und das OK Aarebordfest sind nach einer Auslege-ordnung zum Schluss gekommen, dass eine Durchführung unter diesen Umständen nicht möglich ist. Wir bedauern diesen Entscheid, er ist aber unausweichlich. Wir danken dem OK für die grosse und mit viel Herzblut geleistete Arbeit sowie allen Besucherinnen und Besuchern für ihre Treue und Unterstützung. Durchaus möglich, dass sich das Aarebordfest nach einer Kreativphase mit neuem Konzept und frischen Ideen zurückmeldet. Es wäre erfreulich!